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Prostatektomie: MRT unterschätzt Größe von Karzinomen

Autor: Dr. Anja Braunwarth

Nicht immer stimmt die im MRT ermittelte Größe mit dem tatsächlichen Umfang des Prostatakrebses überein. Nicht immer stimmt die im MRT ermittelte Größe mit dem tatsächlichen Umfang des Prostatakrebses überein. © iStock/jamesbenet
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Das MRT dient bei Prostatakarzinomen oft der Diagnostik und Therapiesteuerung. Doch seine Präzision in der Größenbestimmung lässt zu wünschen übrig.

Vergleicht man die im MRT ermittelte Größe von Prostatakarzinomen mit der des Tumors nach der Prostatektomie, liegt die radiologisch gemessene sehr häufig unter der echten. Das ergab eine Untersuchung mit 441 Krebspatienten.

Ränder lieber großzügiger wählen

Die mittlere radiologisch gemessene Größe der Tumore lag bei 1,57 cm, die reale bei 2,37 cm. Je kleiner die Läsion im MRT war und je niedriger der Score im PI-RADS®V2*, umso größer fiel die Abweichung aus. Die Autoren schlagen vor, in solchen Fällen die Ablationsränder großzügiger zu fassen. Vor allem bei fokalen Therapien sollte man diese Ergebnisse berücksichtigen, wenn es an die Planung der Behandlungsgrenzen geht.

*Prostata Imaging and Reporting Archiving Data System

Quelle: Pooli A et al. J Urol 2021; 205: 444-451; DOI: 10.1097/JU.0000000000001389


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