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Reizdarm: Hypnose wirksamer als Gesprächstherapie

Autor: Kathrin Strobel

Was beim Kopf funktioniert, klappt auch beim Darm. Was beim Kopf funktioniert, klappt auch beim Darm. © fotolia/Monika Wisniewska
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Sechs Sitzungen einer Hypnotherapie verbessern das Gesamtbefinden von Patienten mit Reizdarmsyndrom – egal, ob sie alleine oder gemeinsam teilnehmen.

Jeweils zwölf Wochen lang erhielten 354 Probanden entweder eine Hypnotherapie (in der Gruppe bzw. individuell) oder eine konventionelle Gesprächstherapie. Nach drei und zwölf Monaten machten die Patienten Angaben zu ihrem Allgemeinbefinden, berichtete Professor Dr. Peter­ Layer­ vom Israelitischen Krankenhaus Hamburg.

Zu beiden Zeitpunkten hatte sich dieses in den Hypnosegruppen deutlich stärker gebessert als bei den Kontrollen. Die Behandlung in der Gruppe war der Individualtherapie nicht unterlegen – sie erzielte nach zwölf Monaten sogar etwas bessere Werte.

Vor allem dieser Punkt sei bemerkenswert, betonte Prof. Layer. Mit der Gruppentherapie stehe eine effektive und relativ günstige Option zur Verfügung. „Und die Patienten sind begeistert“, berichtete der Experte aus eigener Erfahrung. Denn auch in Hamburg wird die Behandlungsform bereits angeboten.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: Zwar ließ sich durch die Hypnose das Gesamtbefinden der Reizdarmkranken verbessern – auf die Einzelsymptome hatte sie aber keinen Einfluss.

Quelle: 27. Gastroenterologie-Update-Seminar

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