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Ernährung Schmerzen durch Fastfood

Autor: Sabine Mattes

Eine reduzierte Zufuhr von Omega 6 bei gleichzeitiger Erhöhung von Omega-3-Fettsäuren im Essen verbesserte die Schmerzzustände deutlich. Eine reduzierte Zufuhr von Omega 6 bei gleichzeitiger Erhöhung von Omega-3-Fettsäuren im Essen verbesserte die Schmerzzustände deutlich. © iStock/sankai
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Patienten mit chronischen Schmerzen haben meist einen langen Leidensweg hinter sich. Eine Ernährungsumstellung könnte manchen von ihnen helfen.

Die typische „westliche Ernährung“ beinhaltet eine relativ große Menge verarbeiteter und fettreicher Lebensmittel. Besteht der Hauptteil dieser Lipide aus ungesättigten Omega-6-Fettsäuren, kann das die Entstehung chronischer Schmerzen fördern.

In einer Studie kam es durch die Anreicherung der Fettsäuren im Körper bei Mäusen zu einer pronozizeptiven Wirkung. Das Schmerzempfinden der Tiere wurde anhaltend hypersensitiv und es ließen sich histologische Marker erkennen, die an eine periphere Neuropathie erinnerten. Die erhöhte Aufnahme von Omega 6 stand bei Menschen in Verbindung mit einer Exazerbation von sowohl entzündlichen als auch neuropathischen Schmerzen, wie sie beispielsweise als Begleiterscheinung von Diabetes auftreten.

Weniger Omega 6, mehr Omega 3

Eine reduzierte Zufuhr von Omega 6 bei gleichzeitiger Erhöhung von Omega-3-Fettsäuren im Essen verbesserte diese Schmerzzustände hingegen deutlich. Eine Ernährungsumstellung könnte demnach dabei helfen, chronische Schmerzen zu therapieren. Denkbar wäre auch die Entwicklung von Medikamenten, die eine Abgabe bestimmter Lipide an den Körper verhindern.

Quellen:
1. Boyd J et al. Nat Metab 2021; 3: 762-773; DOI: 10.1038/s42255-021-00410-x
2. Pressemitteilung University of Texas

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