Umzugsstress zu Beginn der Schwangerschaft schadet dem Nachwuchs

Autor: Dr. Susanne Gallus

Nicht nur für die werdenden Eltern bedeutet der Umzug Stress. © iStock/evgenyatamanenko

Schnell noch in eine größere Wohnung umziehen, bevor das Baby kommt oder der Bauch zu stark einschränkt? Gerade in den ersten Schwangerschaftswochen ist das keine gute Idee.

Jedweder Stress in der Schwangerschaft wirkt sich schlecht auf das Geburtsgewicht aus. Doch im ersten Schwangerschaftsdrittel scheint dieser Negativ-Effekt besonders stark zu sein. Das fanden Wissenschaftler aus Seattle heraus. Ihren Ergebnissen zufolge hat in dieser Phase bereits der Stress durch einen Wohnungswechsel große Folgen. Gerade junge Paare, die ihr erstes Kind erwarten, suchen sich aber oft ausgerechnet am Anfang der Schwangerschaft ein neues Zuhause.

Frauen, die im ersten Trimenon ihr Domizil wechselten, hatten ein um 37 % höheres Risiko, dass der Nachwuchs mit einem Geburtsgewicht unter 2500 g auf die Welt kam. Die Wahrscheinlichkeit einer Geburt vor der 37. Woche erhöhte sich durch den Umzug von 6,4 % auf 9,1 %. Weitere soziale und gesundheitliche Faktoren wie Einkommen, Wohnsitua­tion, Erstgeburt, das Alter oder der Raucherstatus wurden dabei bereits berücksichtigt.

Quelle: Bond JC et al. J Epidemiol Community Health 2019; online first