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Psoriasisarthritis Wenn Schuppenflechte an die Knochen geht

Autor: Elke Engels

Bis zum 60. Lebensjahr nimmt das Risiko zu, eine Psoriasisarthritis zu entwickeln – danach sinkt es deutlich. Bis zum 60. Lebensjahr nimmt das Risiko zu, eine Psoriasisarthritis zu entwickeln – danach sinkt es deutlich. © iStock/Iri-s
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Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Psoriasis vulgaris auf die Gelenke übergeht.

Ist das Lebensalter ein Triggerfaktor für Psoriasisarthritis? Und gibt es dabei geschlechtsspezifische Unterschiede? Um diese Fragen zu klären, haben Wissenschaftler der Universität Düsseldorf die Daten von 65 Millionen gesetzlich Versicherten ausgewertet.

Auffallend war, dass Prävalenz und Inzidenz sowohl der Plaque­psoriasis als auch der Psoriasis­arthritis über das Jahr 2012 hinaus  kontinuierlich anstiegen. Als mögliche Begründungen führen die Autoren erhöhte Aufmerksamkeit, aber auch eine verbesserte Diagnostik oder Änderungen beim ICD-Schlüssel und der Klassifikation ins Feld. Es sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass die Fallzahlen hierzulande tatsächlich im Steigen begriffen seien.

Generell nimmt das Krankheitsrisiko bis etwa zum 60. Lebensjahr stetig zu, um danach rapide abzufallen. Am Ende der fünften Lebensdekade liegt die Prävalenz für Schuppenflechte bei 40 pro 1.000 Personen, die der Psoriasisarthritis bei 5 bis 6. Insbesondere postmenopausale Frauen sind etwas stärker gefährdet, was eine hormonelle Beteiligung vermuten lässt. Dieses Wissen könne bei Früherkennung und Sekundärprophylaxe helfen.

Unklar bleibt, warum die Prävalenz ab dem 60. Lebensjahr so markant zurückgeht. Von Bedeutung dürften Komorbiditäten mit Todesfolge sein. Denn die Übersterblichkeit der Betroffenen gleicht die Neuerkrankungsrate mehr als aus, so die Autoren.

Quelle: Deike M et al. RMD Open 2021; 7: e001975; DOI: 10.1136/rmdopen-2021-001975

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