Zahl der Syphilisfälle in Deutschland klettert nach oben

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Mit dem Untergrund verbackene Knoten, sog. syphilitische Gummen, bei einem Patienten mit Tertiärsyphilis. © Sustam A. Wehrmedizinische Monatsschrift 2018; 62: 391-392 © Beta Verlag & Marketinggesellschaft mbH, Bonn

Eine Zunahme der Inzidenz von fast 20 % pro Jahr – das ist bei der Syphilis inzwischen üblich. Ein Grund für diese Entwicklung: Die Ansteckungsgefahr wird unterschätzt.

Zur Übertragung von Treponema pallidum kommt es durch den direkten Haut- oder Schleimhautkontakt mit einer stark erregerhaltigen Läsion. Bei einmaligem Sexualkontakt mit einem Partner mit Frühsyphilis liegt das Infektionsrisiko bei 30–60 %, schreiben Oberstabsarzt Atakan Sustam und seine Kollegen vom Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Die Lues verläuft in drei Stadien: Die Frühsyphilis umfasst das Primär- und Sekundärstadium sowie das anschließende symptomfreie Intervall, die sogenannte Frühlatenz im ersten Jahr nach der Infektion.

Charakteristisch für das Primärstadium ist der schmerzlose Schanker an der Eintrittsstelle der Erreger. Im Sekundärstadium kommt es zur hämatogenen und lymphogenen...

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