Zu viel Testosteron, zu viele Erythrozyten

Autor: Dr. Anne Benckendorff

Ein Überangebot an Erythrozyten kann die Durchblutung massiv stören. © iStock/jxfzsy

Der Testosteronspiegel steht bei der Ursachenforschung einer Polyglobulie nicht ganz oben auf der Liste. Doch gerade bei Patienten unter Androgensubstitution lohnt es sich, früh daran zu denken.

Ein 55-jähriger Patient stellte sich mit postprandialem Erbrechen, Nachtschweiß, Tinnitus und Leistungsminderung im Universitätsspital Basel vor. Die Beschwerden hatte er nach eigenen Angaben seit ein paar Jahren, sie hätten sich aber vor Kurzem verschlechtert. Ein tertiärer Hypogonadismus durch eine Methadonsubstitution wurde seit mehr als zehn Jahren mit einer monatlichen intramuskulären Testosterongabe (250 mg) behandelt. Aufgrund einer geplanten Reise hatte er einen Monat zuvor eine doppelte Dosis erhalten. Zudem bestand eine antihypertensive Therapie mit einem Sartan.

Die körperliche Untersuchung ergab einen erhöhten Blutdruck von 152/84 mgHg, Hautrötungen an Gesicht und Extremitäten...

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