Chemotherapie erfordert kardiologische Pflichtübungen

Autor: Manuela Arand

Auch Übelkeit und Erbrechen durch die Chemotherapie können via Elektrolytstörung die QT-Zeit verlängern. © wikimedia/Bionerd

Dass eine Chemotherapie Schäden am Myokard setzen kann, haben die meisten Kollegen auf dem Schirm. Dass auch Koronartoxizität, Arrhythmien und thromboembolische Komplikationen drohen, ist weniger präsent.

Besonders brisant wird es, wenn ein HER2-Antikörper wie Trastuzumab, der strukturelle und funktionelle Veränderungen am kontraktilen Apparat und den Mitochondrien auslöst, mit einem Anthrazyklin kombiniert wird, erklärte Professor Dr. Matthias Pauschinger, Chef der Kardiologie am Klinikum Nürnberg. Das Anthrazyklin setzt gemäß seines Wirkmechanismus die Topoisomerase 2b in Marsch, die mitochondrientoxische Effekte induziert, DNA-Brüche verursacht und den oxidativen Stress in den Zellen erhöht, was sie in die Apoptose schickt.

Gefährdete Patienten frühzeitig identifizieren

Der HER2-Antikörper hinterlässt selbst zwar keine irreparablen Schäden, verstärkt aber die Myokardtoxizität von...

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