Dermatotillomanie - Besseres Hautbild durch Einnahme von Psychopharmaka

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Die Versuchung, selbst kleinste Pickel auszudrücken, ist einfach zu groß. Danach kommen häufig Schuldgefühle. © fotolia/vladimirfloyd

Eine junge Patientin hat auffällige Exkoriationen im Gesicht, das wird Akne sein. Dieser Schluss greift zu kurz. Evtl. ist sie psychisch krank und leidet an Dermatotillomanie. Die auch als zwanghaftes Hautknibbeln oder skin picking bekannte Impulskontrollstörung kann sogar zu Hirnschäden führen.

Bei der Dermatotillomanie handelt sich um eine Überreaktion auf vorhandene oder eingebildete Hautveränderungen, vor allem im Gesicht, schreiben Professor Dr. Alexander A. Navarini von der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich und Professor Dr. Undine E. Lang von den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel. Wie die Kollegen berichten, weisen gut 5 % der Bevölkerung diese Störung auf, in dermatologischen Praxen etwa 2 % der Patienten.

Sogar ohne Sichtkontakt wird stundenlang geknibbelt

Betroffene versuchen ihre Haut mit den Fingern und ggf. auch diversen Werkzeugen zu reinigen. An noch nicht verheilten Wunden wird herumgekratzt und gedrückt. Selbst ohne direkten...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.