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Digitale Mammographie bringt keine Vorteile

Autor: Dr. Anja Braunwarth

Nicht überall geht die Digitalisierung mit einer deutlichen Verbesserung einher – so auch nicht bei der Mammographie. Nicht überall geht die Digitalisierung mit einer deutlichen Verbesserung einher – so auch nicht bei der Mammographie. © iStock/praetorianphoto
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Die digitale Revolution ist nicht mehr aufzuhalten – das stimmt sicher in weiten Bereichen. Aber manchmal sind traditionelle Methoden doch nicht schlechter als moderne, z.B. bei der Mammographie.

Der Umstieg von der klassischen Filmfolie auf die digitale Detektionstechnik in der Mammographie mag sich zwar für den Anwender lohnen. Für die Frauen bringt die modernere Bildgebung aber keinen gesundheitlichen Mehrwert. So das Fazit australischer Forscher, die 24 Studien mit über 16 Millionen Screening-Untersuchungen auswerteten. Es zeigte sich ein Anstieg der Krebsentdeckungsrate durch das digitale Verfahren um 0,51 pro 1000 Untersuchungen. Die Rate an Patientinnen, die für weitere Tests kontaktiert wurden, stieg um 6,95 pro 1000 Screens.

Der Zuwachs an gefundenen Karzinomen spiegelte sich nicht in einer Verminderung von Krebsdiagnosen zwischen den Kontrollintervallen wider. Außerdem beruhte er vor allem auf dem Aufspüren von duktalen Karzinomen in situ, nicht von invasiven Tumoren.

Quelle: Farber R et al. J Natl Cancer Inst 2020; DOI: 10.1093/jnci/djaa080


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