Eltern unter falschem Verdacht - Bindegewebserkrankung kann Misshandlung vortäuschen

Autor: Dr. Anja Braunwarth

Das Ehlers-Danlos-Syndrom verursacht eine Hämatom-Bildung schon bei kleinsten Verletzungen. © fotolia/kirillica

Immer wieder kam ein 3-Jähriger mit multiplen Hämatomen in die Klinik und die Eltern wurden von vielen Seiten der Misshandlung bezichtigt. Erst eine genetische Untersuchung konnte sie von den Vorwürfen befreien. Denn hinter den Beschwerden steckte das seltene Ehlers-Danlos-Syndrom.

Die zahlreichen Hämatome des Jungen befanden sich vornehmlich an den Streckseiten von Armen und Beinen, begleitet von tastbaren subkutanen Knoten. Im Gesicht hatte er krustig belegte Erosionen sowie einige Narben. Blut­ergüsse und Wunden traten seit der Patient Laufen konnte schon bei kleinsten Verletzungen auf, veranlasste Gerinnungstests blieben aber unauffällig.

Zusammengenommen weckten diese Befunde beim Team um Dr. Sophie Roenneberg von der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein der Technischen Universität München den Verdacht auf ein Ehlers-Danlos-Syndrom. Elektronenmikroskopische und humangenetische Untersuchungen bestätigten schließlich diese Vermutung, schreiben...

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