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Gelegentliche Aufnahme von Gluten ungefährlicher als gedacht?

Autor: Kathrin Strobel

Nicht immer haben sich alle Patienten komplett glutenfrei ernährt. Nicht immer haben sich alle Patienten komplett glutenfrei ernährt. © iStock/zimmytws
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Die meisten Zöliakiepatienten versuchen, sich strikt glutenfrei zu ernähren. Dabei scheint die Aufnahme kleiner Mengen an Gluten für sie weniger schädlich als bisher angenommen.

Die meisten Menschen, die sich vermeintlich glutenfrei ernähren, nehmen kleine Mengen des Klebereiweißes zu sich. Darauf weist eine Studie mit Zöliakiepatienten hin. Bei 12 der 18 Teilnehmer, die nach eigenen Angaben eine strikte Eliminationsdiät befolgten, konnte innerhalb des Untersuchungszeitraums von zehn Tagen eine Glutenexposition nachgewiesen werden.

In einer weiteren Studie mit 1378 Betroffenen gaben 109 an, ganz bewusst hin und wieder kleine Mengen glutenhaltiger Nahrungsmittel zu konsumieren. Dennoch zeigten sich bei 57 % von ihnen keinerlei histologischen Veränderungen, lediglich 25 % berichteten von gastrointestinalen Beschwerden.

Darmschleimhaut durch strenge Diät nicht gesünder

Hinsichtlich des Marsh-­Score, mit dem sich der Zustand der Darmschleimhaut bei Zöliakiepatienten bewerten lässt, fanden sich keine Unterschiede zwischen denjenigen, die ihre Diät streng befolgten, und denen, die ein wenig Gluten zu sich nahmen.

Diese Daten deuten an, dass die gelegentliche Ingestion kleiner Glutenmengen bei Zöliakie ungefährlicher sein könnte als bisher gedacht, schloss Professor Dr. Gerhard­ Rogler­ von der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsspital Zürich.

Quelle: 7th European Update Congress in Gastro­enterology (Online-Veranstaltung)


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