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Hoher Blutzucker lässt Tarsaldrüsen schwinden

Autor: Tobias Stolzenberg

Trockene Augen müssen von Diabetikern ernst genommen werden. (Agenturfoto) Trockene Augen müssen von Diabetikern ernst genommen werden. (Agenturfoto) © iStock/Eduard Skorov
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Bei Menschen mit Diabetes können trockene Augen ein Hinweis auf einen schlecht eingestellten Blutzuckerspiegel geben.

Klagt Ihr Dia­betespatient über trockene Augen? Dann hat er womöglich einen wesentlichen Teil seiner Meibom-Drüsen verloren. Und dies wiederum könnte heißen, dass sein Blutglukosespiegel nicht ausreichend kontrolliert ist.

Beim Auswerten der Daten von 60 Typ-2-Diabetikern und 60 Stoffwechselgesunden, die wegen trockener Augen in ärztlicher Behandlung waren, zeigte sich, dass der Verlust an Meibom-Drüsen auffallend oft mit hohen Blutzuckerwerten einherging. Insgesamt 35 der 37 Diabetiker mit einem HbA1c über 6,6 % hatten mehr als 40 % dieser Talgdrüsen verloren. Diese fetten den Lidrand ein und stabilisieren den Tränenfilm. Bei denjenigen, deren Glukosespiegel mit einem HbA1c kleiner 6,5 % besser eingestellt war, waren es hingegen 12 von 23  Patienten. In der Kontrollgruppe fiel bei 41 der 50 Probanden mit HbA1c-Werten unter 5,5 % lediglich ein geringfügiger Verlust der Talgdrüsen auf. Bei 7 der 10 Personen mit Werten größer 5,6 % fehlten die Meibom-Drüsen hingegen in größerem Umfang.

Für betroffene Patienten und ihre Angehörigen sollte das schmerzhafte Reiben in den Augen eine Mahnung sein, den Blutzuckerspiegel besser im Blick zu behalten und gegebenenfalls einen Augenarzt zu konsultieren.

Quelle: Tobias Stolzenberg

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