Leitlinie zum Ösophaguskarzinom aktualisiert

Autor: Dr. Judith Besseling

Die aktualisierte Leitlinie zum Ösophaguskarzinom informiert über diagnostische Neuheiten. © iStock.com/Ericsphotography

Die Leitlinie zur Dia­gnose und Behandlung des Ösophaguskarzinoms wurde aufgefrischt. Das soll nun nach dem Ansatz der „living guideline“ jährlich geschehen.

Um die Patienten so schnell wie möglich nach neuesten wissenschaftlichen Standards zu behandeln, werden nun jährliche Updates der Leitlinie zur Diagnose und Behandlung des Ösophaguskarzinoms erfolgen, betonte Leitlinienkoordinator Professor Dr. Rainer Porschen vom Klinikum Bremen Ost.

Die diesjährigen Neuerungen betreffen u.a. die Dia­gnose: Die Experten sehen eine besondere Bedeutung für unterstützende Verfahren bei der Endoskopie, z.B. die Färbe-Spray- oder die virtuelle Chromoendoskopie.

Damit sollen Tumorherde oder Krebsvorstufen zuverlässiger erkannt werden. Ist die Schleimhaut bereits durch eine Refluxkrankheit verändert, sollte eine Biopsie immer von zwei Ärzten beurteilt werden, um Fehldiagnosen zu vermeiden, so die Autoren. Weitere Änderungen betreffen Evidenzstufen, aber auch die chirurgische Therapie.

Quelle: Pressemitteilung – Deutsche Krebs- gesellschaft e.V.