Mit Schallwellen gegen den essenziellen Tremor

Autor: Tobias Stolzenberg

Die Thalatomie schaltet den essenziellen Tremor aus. © hanithework – stock.adobe.com

Tremorpatienten profitieren bis zu drei Jahre von einer Thalamotomie per Magnetresonanz-gesteuertem fokussiertem Ultraschall. Die neuartige Therapie legt von außen diejenigen Hirnareale lahm, die für das Muskelzittern verantwortlich sind.

Durch die Thalatomie mit magnet­resonanzgeführtem fokussiertem Ultraschall können Hirnareale, die essenziellen Tremor auslösen, unwiederbringlich zerstört werden. Forscher um Dr. Casey­ H. Halpern­ von der Stanford-Universität hatten 76 Patienten mit therapieresistentem essenziellem Tremor dem Verfahren unterzogen.

Noch drei Jahre nach der Behandlung zeigten sich Zittern, Behinderung und Lebensqualität deutlich gebessert (50 %, 56 % und 42 %). Als Nebeneffekte traten u.a. Gefühls- und Gleichgewichtsstörungen auf.

Die Vorteile der Methode gegenüber der Tiefen Hirnstimulation liegen auf der Hand: Das Verfahren ist nicht-invasiv, bedarf nur einer einzigen Sitzung und zeigt seine Wirkung sofort, heißt es in einer Pressemitteilung der American Academy of Neurology.

Quelle: Halpern CH et al. Neurology 2019; 93: e2284-e2293; DOI: 10.1212/WNL.0000000000008561