Säugling profitiert von mütterlicher Immunisierung

Autor: Dr. Susanne Gallus

Die Impfung kurz vor der Geburt ist auch für das Kind von Vorteil. Die Impfung kurz vor der Geburt ist auch für das Kind von Vorteil. © fotolia/Firma V

Lässt sich eine Schwangere erst im dritten Trimenon gegen Keuchhusten und Influenza impfen, erhält das Kind die frischen Antikörper der Mutter noch mit auf den Weg.

Gerade Frauen in der Familienplanung sollten bezüglich ihres Impfschutzes up to date sein. Im Gegensatz zu Lebendimpfstoffen kann man Totvakzine, z.B. gegen Tetanus, Diphterie, Polio und Hepatitis B, auch noch in der Schwangerschaft einsetzen, wird Dr. Michael Wojcinski zitiert. Bei Keuchhusten und Influenza ist es sogar besser, wenn sich die Mutter in spe erst einige Wochen vor der Geburt impfen lässt. So schütze man das Baby gleich mit, weil es mit den frischen Antikörpern der Mutter auf die Welt kommt, erklärt der Vorsitzende der AG Impfen im Berufsverband der Frauenärzte weiter.

Grippeimpfung ist für Mutter und Kind sinnvoll

Von einer Influenzaimpfung profitiere aber auch die Mutter, da ihr Immunsystem während der Schwangerschaft leicht heruntergefahren werde. Um einen ausreichenden Nestschutz zu gewährleisten, sollten alle Bezugspersonen des neuen Familienmitgliedes auf jeden Fall hinlänglich geimpft sein, betont der Experte.

Quelle: Pressemitteilung - BVF und FBA*

*Berufsverband der Frauenärzte e.V. und Frauenärztliche Bundesakademie GmbH