Schädliches Schirisignal: Trillerpfeifen erreichen bis zu 120 Dezibel

Autor: Kathrin Strobel

Kleines Instrument mit großer Wirkung, unter der besonders der Tongeber selbst leidet. © iStock/suthep onsrithong

In zahlreichen Sportarten gibt der Schiedsrichter den Ton an. Das von ihm gegebene Signal sollte aus diversen Gründen möglichst laut sein. Für die Ohren ist das nicht ungefährlich, warnen Experten.

Wer seine Hörfähigkeit nicht unnötig aufs Spiel setzen möchte, sollte sich von Schiedsrichtern, Trainern und Sportlehrern mit Trillerpfeifen fernhalten. Denn die Töne können Schalldruckpegel von bis zu 120 Dezibel erreichen. Am höchsten ist die Lärmbelastung dabei für den Pfeifenden selbst sowie alle Personen in dessen unmittelbaren Umgebung. Vor allem wer frontal angepfiffen wird, läuft Gefahr, Schäden davonzutragen.

Pusten die Schiris nicht mit voller Kraft, sondern nur leicht in die Instrumente, verringert sich die Lautstärke gleich dras­tisch. Das ergab eine Studie an den 13 am häufigsten von Schiedsrichtern genutzten Sportpfeifen. Trotzdem können bereits wenige Sekunden reichen, um das als unbedenklich geltende Tagesmaximum an Lärmbelas­tung zu erreichen, erklärt einer der Forscher. Die Schiedsrichter selbst sind dabei am stärksten gefährdet. Denn ihr Job ist es nun mal, zu trillern – und zwar so laut, dass der Pfiff alles andere übertönt.

Quelle: Pressemitteilung – Acoustical Society of America