Schutz: Kleidung gegen Zecken

Autor: Dr. Suanne Gallus

Synthetische Flower-Power hilft gegen Blutsauger. © Fotolia/Heiko Barth

Kleidung lässt sich durch Permethrin-Imprägnierung in eine persönliche Schutzausrüstung gegen Zecken verwandeln. Dies wurde von einer US-Behörde hochoffiziell bestätigt.

Die Centers for Disease Control and Prevention untersuchten, wie effektiv mit Permethrin behandelte Kleidungsstücke vor verschiedenen Zeckenarten schützen. Für die Tests wurden imprägnierte Hemden, Hosen und Socken eines US-Herstellers verwendet.

Ein fünfminütiger Kontakt mit der Permethrin-Kleidung reichte laut Robert Prose und seinen Kollegen aus, um alle Zecken für mindestens eine Stunde außer Gefecht zu setzen.1 Bei den Insekten im Nymphenstadium war die notwendige Kontaktzeit deutlich kürzer. Die Plagegeister konnten sich nicht normal bewegen oder sie fielen von der Kleidung ab. Ein Zeckenstich würde daher unter Realbedingungen unwahrscheinlich.

Imprägnierte Kleidung ist als persönliche Schutzmaßnahme vielversprechend, schreiben die Experten. Alternativ zum bereits fertig imprägnierten Equipment empfehlen die CDC laut einer Pressemitteilung, herkömmliche Hosen, Hemden, Socken etc. mit Sprays zu behandeln, die mindes­tens 0,5 % Permethrin enthalten.2 Die Schutzwirkung halte mehrere Wäschen lang an.

Nur bei Vertretern aus Nordamerika getestet

Getestet wurde der Permethrin-Effekt auf nordamerikanische Arten der Gattungen Ixodes, Dermacentor und Amblyomma. Es bleibt zu hoffen, dass deutsche Vertreter, wie der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) oder die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), ähnlich reagieren.

Quellen:
1.Prose et al. J Med Entomol 2018; online first
2.Pressemitteilung der Entomological Socie­ty of America