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Obstruktive Schlafapnoe Sport schützt, Sitzen erhöht das Risiko

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Teilnehmer, die pro Woche mehr als 36 MET-Stunden schafften, halbierten ihr Risiko für die obstruktive Atemstörung gegenüber ihren inaktiveren Berufskollegen. Teilnehmer, die pro Woche mehr als 36 MET-Stunden schafften, halbierten ihr Risiko für die obstruktive Atemstörung gegenüber ihren inaktiveren Berufskollegen. © iStock/Cecilie Arcurs
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Der Lebensstil kann maßgeblich zur Entwicklung einer Schlafapnoe beitragen. Insbesondere wer viel Zeit im Sitzen bzw. vor dem Fernseher verbringt und sich gleichzeitig wenig körperlich betätigt, hat ein erhöhtes Risiko.

Zur Prophylaxe der Schlafapnoe gibt es ein einfaches Rezept: viel bewegen, wenig sitzen. Das ergab die Auswertung dreier US-amerikanischer Studien (Nurses Health I/II und Health Professionals Follow-up), die zusammen auf eine Beobachtungszeit von über zwei Millionen Personenjahre kommen. Die teilnehmenden Ärzte und Pfleger hatten alle zwei bis vier Jahre Auskunft über ihre körperliche Aktivität gegeben. Während des Follow-ups entwickelten 8.733 eine obstruktive Schlafapnoe (OSA).

Teilnehmer, die pro Woche mehr als 36 MET-Stunden schafften, halbierten ihr Risiko für die obstruktive Atemstörung gegenüber ihren inaktiveren Berufskollegen mit < 6 MET-Stunden. Auch ein zu hoher TV-Konsum hatte negative Folgen: 28 Stunden oder mehr pro Woche steigerten das OSA-Risiko um 78 %, als Vergleich dienten Menschen, die weniger als vier Stunden vor dem Fernseher saßen. Saßen sie statt vor dem TV bei der Arbeit bzw. außerhalb der eigenen Wohnung, stieg die Gefahr um 49 %. Als Ursache für den Zusammenhang vermuten Yue Liu von der Harvard Medical School in Boston und Kollegen metabolische Veränderungen wie eine verstärkte Neigung zu Adipositas.

Quelle: Liu Y et al. Eur Resp J 2022; 59: 2100606; DOI: 10.1183/13993003.00606-2021

 

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