Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft entlarvt Berufsasthma

Autor: Manuela Arand

Ob es sich um ein beruflich bedingtes Asthma handelt, kann auch der Stickstoffmonoxid-Wert zeigen. © iStock/AaronAmat

Ein Berufsasthma zu erkennen ist nicht leicht. Eine NO-Atemmessung könnte bei jedem fünften Verdachtsfall den entscheidenden Hinweis liefern.

Berufsasthma oder nicht? Passen Klinik und allergologische Befunde nicht zusammen, kann es helfen, das fraktionierte exhalierte Stickstoffmonoxid (FeNO) zu messen, wie Professor Dr. Dennis Nowak von der Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin an der Universität München zeigte.

In einer Studie unterzogen sich 41 Probanden (35 mit vermutetem, 6 mit gesichertem Berufsasthma) einmal täglich FeNO-Messungen, und zwar während einer zweiwöchigen Arbeitsphase und eines zweiwöchigen Urlaubs. Zwar entwickelt nicht jeder Responder einen arbeitsplatzbezogenen NO-Anstieg in der Ausatemluft. Ein positives Ergebnis (Zuwachs ≥ 20 ppb**) ist aber als beweisend für das Berufsasthma einzustufen. Dieser trat bei jedem Fünften mit vermutetem und jedem Zweiten mit gesichertem Berufsasthma auf. „Bei einem Fünftel der Patienten mit vermutetem Berufsasthma bringt die serielle FeNO-Messung zusätzliche Informationen, die eine positive diagnostische Einordnung rechtfertigen“, konstatierte der Fachmann.

Quelle: 9. Kongress der WdGP*

*Westdeutsche Gesellschaft für Pneumologie
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