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Darmkrebs Süße Drinks mit bitteren Folgen

Autor: Sabine Mattes

Zwei oder mehr Gläser gezuckerter Getränke am Tag verdoppelten das Krebsrisiko im Vergleich zu denen, die weniger als ein Glas pro Woche tranken. Zwei oder mehr Gläser gezuckerter Getränke am Tag verdoppelten das Krebsrisiko im Vergleich zu denen, die weniger als ein Glas pro Woche tranken. © iStock/RomanIsaykov
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Ein Glas Limo hier, einen Schluck Eistee da – süße Getränke sind beliebt. Allerdings erhöht der regelmäßige Konsum wohl das Risiko für Darmkrebs.

Frauen, die mehrmals am Tag zu gezuckerten Getränken greifen, weisen ein erhöhtes Risiko auf, bereits in jungen Jahren an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, schreiben Dr. Jinhee Hur vom Department of Nutrition der Harvard T. H. Chan School of Public Health in Boston und Kollegen. Unter den Begriff „gezuckerte Getränke“ fallen z.B. Softdrinks, Eistee, Fruchtsaftgetränke oder Energydrinks.

Die Forscher hatten die Daten von mehr als 95 000 Krankenschwestern ausgewertet, die im Rahmen der Nurses’ Health Study II über einen Zeitraum von 24 Jahren hinweg regelmäßig zu ihrem Ess- und Trinkverhalten befragt wurden. Rund die Hälfte der Teilnehmerinnen gab darüber hinaus über ihre Trinkgewohnheiten im Jugendalter Auskunft.

Jedes Glas steigert das Risiko um 16 %

109 Frauen entwickelten noch vor dem 50. Lebensjahr ein kolorektales Karzinom. Konsumierten die Teilnehmerinnen im Erwachsenenalter zwei oder mehr Gläser gezuckerter Getränke am Tag (Portionsgröße: 240 ml), lag ihr Krebsrisiko im Vergleich zu denen, die weniger als ein Glas pro Woche zu sich nahmen, mehr als doppelt so hoch. Jede zusätzlich getrunkene Portion am Tag erhöhte das Risiko um 16 %. Für Süßgetränkekonsum im Alter zwischen 13 und 18 Jahren zeigten sich die Auswirkungen noch deutlicher: Die Wahrscheinlichkeit einer späteren Krebserkrankung stieg mit jedem Glas sogar um 32 %.

Doch die Gefahr ließ sich aktiv senken: Ersetzten die erwachsenen Teilnehmerinnen Eistee, Limo und Co. durch Kaffee, Milch oder mit Süßstoff gesüßten Getränke, verringerte sich das Risiko pro täglich eingetauschter Portion um bis zu 36 %. Den größten Effekt hatte Vollmilch, vor fettreduzierter Milch und Kaffee.

Quelle: Hur J et al. Gut 2021; DOI: 10.1136/gutjnl-2020-323450

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