Vielseitige Seelentröster: Nebenwirkungen von Antidepressiva können Begleitbeschwerden lindern

Autor: Michael Brendler / Maria Fett

Mit Antidepressiva können nicht nur die Depressionen, sondern auch weitere Begleiterscheinungen behandelt werden. © fotolia/TanyaJoy

In bis zu zehn Substanzklassen können Therapeuten nach einem passenden Antidepressivum für ihre Patienten suchen. Doch wonach sollte sich die Entscheidung im Zweifel richten? Ein paar Grundregeln erleichtern die Wahl.

In den 1960er-Jahren stellte die Zulassung von Imipramin und Iproniazid einen Meilenstein der Depressionstherapie dar. Kein Wunder, dass die Reaktionen euphorisch waren. Diese Sichtweise hat sich mittlerweile gelegt. Aufgrund seiner schweren Nebenwirkungen wurde Iproniazid vom Markt genommen. Auch wenn mittlerweile weitaus effektivere und sichere Optionen existieren, gehören die neueren Antidepressiva eher zu den unbeliebten Medikamenten – besonders aus Patientensicht. Viele Betroffene brechen Therapien aufgrund der teils beträchtlichen Nebenwirkungen oder falscher Annahmen über die Wirkungsweise ab.

Neben einem ausführlichen Aufklärungsgespräch müssen Kollegen anhand von Faktoren wie...

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