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Wissenschaftlich bestätigt: Graue Haare durch Stress

Autor: Kathrin Strobel

Schuld an grauen Haaren ist das vermehrt ausgeschüttete Noradrenalin. Schuld an grauen Haaren ist das vermehrt ausgeschüttete Noradrenalin. © iStock/emapoket
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Die einen trifft es früher, die anderen später – irgendwann wird aber jeder Kopf grau. Welche Rolle Stress dabei spielt, haben Forscher nun herausgefunden.

Was viele schon lange vermuten, haben Forscher der Harvard University nun im Mausmodell bestätigt: Stress lässt die Haare ergrauen. Ursächlich sind allerdings nicht erhöhte Cortisollevel. Vielmehr führt Stress dazu, dass Nerven des Sympathikus vermehrt Noradrenalin ausschütten. Dieses bewirkt die übermäßige Aktivierung von Stammzellen in den Haarfollikeln, die dann zu Melanozyten umgewandelt werden.

„Bereits nach wenigen Tagen waren alle pigmentregenerierenden Stammzellen aufgebraucht“, erklärt der Seniorautor der Studie, Professor Dr. Ya-Chieh Hsu. In dem betroffenen Follikel können dann dauerhaft keine Pigmentzellen mehr gebildet werden.

Auch wusste man bisher nur wenig darüber, in welcher Weise periphere Neuronen Stammzellen beeinflussen. Die neue Studie liefert Erkenntnisse darüber, wie Stress auf Organe und Gewebe wirken kann, und stellt somit die Basis für weitere Forschungen zu dem Thema dar, betonen die Forscher.

Quelle: Pressemitteilung – Harvard University

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