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Brüste schallen Zusatznutzen zur Mammographie

Autor: Dr. Moyo Grebbin

Mit einem Ultraschall zusätzlich zur Mammographie können in einer dichten Brust bis zu 45 % mehr Karzinome entdeckt werden. Mit einem Ultraschall zusätzlich zur Mammographie können in einer dichten Brust bis zu 45 % mehr Karzinome entdeckt werden. © iStock/pixelfit
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Bei dichtem Brustgewebe sollte das Mammographiescreening um eine Ultraschalluntersuchung ergänzt werden. Das erklärte und begründete Professor Dr. Werner Bader von der DEGUM. Sein Appell: Die entsprechenden Frauen verständlich und umfassend aufklären.

Mit einem Ultraschall zusätzlich zur Mammographie können in einer dichten Brust bis zu 45 % mehr Karzinome entdeckt werden. Es gibt daher die Überlegung, das Screening zu erweitern, erklärte Professor Dr. Werner Bader vom Klinikum Bielefeld. Internationalen Daten zufolge kann die Sonographie hier einen Vorteil bringen: In einer Metaanalyse wurde in einem Kollektiv von mehr als 80 000 Teilnehmerinnen der Zusatznutzen auf bis zu 22 neu erkannte Fälle pro 1000 Frauen beziffert.

Kollegen sollten Patientinnen mit dichter Brust darüber aufklären. Dass der IGeL-Monitor den Nutzen der Mammasonographie für die Krebsfrüherkennung weiterhin als „unklar“ bewertet, kritisierte die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Auch wenn der Einfluss auf das Überleben noch nicht belegt sei, so solle man anerkennen, dass der Ultraschall bei eher weniger Überdiagnosen mit einer ähnlichen Biopsierate wie die Mammographie einhergehe.

Quelle: Online-Pressekonferenz – DEGUM

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