Zwanghaftes Blutzuckermessen: Psychotherapie hilft Typ-1-Diabetespatientin mit Angststörung

Kasuistik Autor: Dipl. Psych. Susan Clever

Angst vor der Angst – die Typ-1-Diabetespatientin befand sich in einem Teufelskreis. Susan Clever konnte sie mit Psychotherapie daraus befreien. © StockPhotoPro – stock.adobe.com; zVg

Eine 29 Jahre alte Typ-1-Diabetespatientin stellte sich in der diabetesspezifischen Psychotherapiesprechstunde von Diplom-Psychologin Susan Clever vor. Der behandelnde Arzt hatte Bedenken, da die junge Frau 25- bis 30-mal am Tag ihren Blutzucker kontrollierte. Sie selbst empfand dies als sinnvoll und sorgte sich nur, da sie sich die Unmengen an Teststreifen nicht mehr leisten konnte.

Die Patientin war modisch gekleidet und fiel durch einen sehr zackigen, soldatenähnlichen Gang auf. Sie wirkte angespannt. Ihre Haare hatte sie streng zurückgebunden. Der Diabetes bestand seit dem 16. Lebensjahr und sie war mehrfach geschult. Zur Zeit der Vorstellung lag ihr HbA1c nach eigenen Angaben bei 9 %. Die Patientin berichtete, sie halte ihren Blutzucker bei 200 mg/dl, um Hypoglyk­ämien zu vermeiden, und esse nie mehr als 2 BE auf einmal. Sie vermied körperliche Bewegung, hatte sogar ihr Hobby, das Tanzen, aufgegeben. Sie gab an, in kurzen Abständen (teils nur fünfminütige Intervalle) zu messen, insbesondere auf der Arbeit. Auch nachts stelle sie sich immer einen Wecker, um...

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