Lungenembolie

Definition

Als Lungenembolie bezeichnet man die partielle oder vollständige Verlegung einer Lungenarterie durch einen eingeschwemmten Embolus aus der peripheren Strombahn.

Lungenembolien sind die mit am stärksten gefürchteten Komplikationen nach Operationen und bei tiefen Beinvenenthrombosen (TVT) – die Mortalität liegt bei etwa 10%. Die meisten Todesfälle treten in der Akutphase innerhalb der ersten Stunden nach Symptombeginn auf. Die Frühletalität wird durch den Schweregrad der akuten rechtsventrikulären Dysfunktion, die kardiopulmonale Komorbidität und das Auftreten von Rezidivembolien bestimmt.

Wichtige Risikofaktoren sind:

  • Immobilisation
  • operative Eingriffe
  • höheres Lebensalter
  • maligne Erkrankungen
  • hormonelle Faktoren (z.B. Kontrazeptivaeinnahme, Schwangerschaft, Hormonersatztherapie)
  • angeborene und erworbene Koagulopathien

ICD10-Code: I26

Symptomatik
  • Dyspnoe
  • Pleuritischer und/ oder retrosternaler Thoraxschmerz
  • Husten
  • Fieber
  • Hämoptysen
  • Synkope
  • Einseitiger Beinschmerz
  • Zeichen einer tiefen Venenthrombose
Untersuchung
  • Pleurareiben bei der Auskultation
  • Tachykardie
  • Hypertonie oder Blutdruckabfall
  • Zeichen der Rechtsherzbelastung (Verschmel