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Akupressur gegen Übelkeit?

Autor: Dr. Susanne Gallus

Dass Akupunktur Übelkeit und Erbrechen, die im Rahmen einer Chemotherapie auftreten, lindern kann, ließ sich bereits feststellen. Dass Akupunktur Übelkeit und Erbrechen, die im Rahmen einer Chemotherapie auftreten, lindern kann, ließ sich bereits feststellen. © iStock/AndreyPopov
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Das Akupunktur Übelkeit und Erbrechen, die im Rahmen einer Chemotherapie auftreten, lindern kann ließ sich bereits feststellen. Wie sieht es aber bei Symptomen aus, die durch die Krebserkrankung selbst entstehen?

Bis zu 70 % aller Krebskranken in fortgeschrittenen Stadien leiden unter Übelkeit und Erbrechen, auch ohne Chemotherapie. Aus Untersuchungen weiß man, dass die Nadelstimulation von Akupunkturpunkten – insbesondere des Perikard 6 (P 6) etwas oberhalb des Handgelenks – dagegen helfen kann.

Wissenschaftler prüften mit 57 Palliativpatienten, ob Akupressur-Armbänder zur Stimulation des P 6 ausreichen, um Übelkeit und Erbrechen zu reduzieren. Für die Kontrollen wurden Armbänder mit einem Druck unterhalb einer Akupressur gewählt. Innerhalb der drei Folgetage ließ sich kein Unterschied im Einfluss auf die Symptome zwischen den Gruppen feststellen. Zwar könnte es sein, dass Akupressur bei weniger stark ausgeprägter Symptomatik hilft, vermuten die Autoren. Palliativpatienten sollte man sie aber nur anbieten, wenn sie unbedingt eine Alternative zu Medikamenten wünschen.

Quelle: Perkins P et al. BMJ Support Palliat Care 2020; 0: 1-6; DOI: 10.1136/bmjspcare-2020-002434

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