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Prostatakarzinom Bewegung mit Tumoraggressivität assoziiert

Autor: Stephanie Käufl

Im Vergleich zu Bewegungsmuffeln wiesen diejenigen Männer, die körperlich aktiv waren, ein niedri­geres Risiko für hochaggressive Tumoren auf. Im Vergleich zu Bewegungsmuffeln wiesen diejenigen Männer, die körperlich aktiv waren, ein niedri­geres Risiko für hochaggressive Tumoren auf. © iStock/ Alison Calazans
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Männer mit Prostatakrebs, die wöchentlich 75–150 Minuten Walking betreiben, weisen bei Diagnosestellung weniger aggressive Tumoren auf als Bewegungsmuffel. Ähnliches gilt, wenn die Betroffenen einen körperlich fordenden Beruf ausüben.

Körperliche Aktivität scheint die Aggressivität eines Prostatakarzinoms zu beeinflussen, so die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie mit gut 2.000 Betroffenen. Im Vergleich zu Bewegungsmuffeln wiesen diejenigen Männer, die sich im Jahr vor ihrer Krebsdia­gnose 75–150 Minuten pro Woche per Walking ertüchtigt oder einen körperlich fordernden Beruf ausgeübt hatten, ein niedri­geres Risiko für hochaggressive Tumoren auf (­Odds ­Ratio 0,69 bzw. 0,76). Diese waren definiert durch einen Gleason-Score ≥ 8, PSA > 20 ng/ml oder einen Gleason-Score ≥ 7 plus klinischem Stadium T3–T4.

Die körperliche Aktivität hatten die Studienautoren um Dr. ­Susan ­Steck von der Universität ­South ­Carolina in ­Columbia in metabolischen Äquivalenten (MET) berechnet.

Daten wurden mittels Fragebogen erhoben

Als Grundlage dienten die Angaben, die die Männer anhand von Fragebogen bezüglich ihrer Freizeitaktivitäten sowie ihres derzeitigen und bisherigen Arbeitslebens gemacht hatten.
Keinen nachweisbaren Einfluss auf die Aggressivität des Tumors hatte das Gesamtmaß jeglicher körperlicher Freizeitaktivität pro Woche. Auch der Umfang an physischer Betätigung in dem Job, den die Männer bislang am längsten ausgeübt hatten, blieb ohne Effekt.

Quelle: Steck SE et al. Cancer Causes Control 2022;  DOI: 10.1007/s10552-022-01572-z

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