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Frühdiagnose bei Alzheimer braucht mehr als einen MRT-Biomarker

Autor: Friederike Klein

Die derzeitigen Empfehlungen der Leitlinien wurden durch die Analyse bestätigt. Die derzeitigen Empfehlungen der Leitlinien wurden durch die Analyse bestätigt. © DedMityay – stock.adobe.com
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Das in der strukturellen Magnetresonanztomographie erfasste Volumen von Hippocampus oder medialem Temporallappen ist als Marker nicht sensitiv und spezifisch genug, um bei Personen mit milden kognitiven Störungen eine Demenz voraussagen zu können.

Dies ergab die systematische Cochrane-Analyse von Dr. Gemma Lombardi, Universität von Florenz, und Kollegen. Sie hatten MRT-Studien hinsichtlich der Vorhersagekraft bestimmter Hirnvolumina für die Alzheimer-Demenz ausgewertet – insgesamt 33 Arbeiten mit 3935 Teilnehmern, die leicht kognitiv eingeschränkt waren. 1341 (34 %) der Untersuchten erkrankten im jeweiligen Studienzeitraum zwischen zwei und drei Jahren an Alzheimer.

Am häufigsten wurde in den Studien das Hippocampus-Volumen als Biomarker verwendet. Für ihn fand sich über alle Studien hinweg eine Sensitivität von 73 % und eine Spezifität von 71 %, was die Prädiktion einer Alzheimer-Demenz angeht. Allerdings waren die Studiendesigns schlecht, woraus eine hohe Fehleranfälligkeit sowie inkonsistente Ergebnisse resultierten, schreiben die Autoren.

Sieben Studien prüften die Prädiktion einer Alzheimer-Demenz anhand des Volumens des medialen Temporallappens. Die Sensitivität von 64 % und Spezifität von 65 % waren ebenfalls nicht ausreichend für eine sichere Aussage. Auch die MRT-Beurteilung der lateralen Ventrikel erreichte nur eine Sensitivität von 57 % und eine Spezifität von 64 %. Ob sich der Cortex entorhinalis oder das Gesamthirnvolumen als Biomarker eignen, konnten Dr. Lombardi und Kollegen anhand der geringen Menge vorhandener Daten nicht einschätzen.

Die Befunde bestätigen die derzeitigen Empfehlungen, nach denen eine MRT zum Ausschluss nicht-degenerativer oder chirurgischer Ursachen einer kognitiven Beeinträchtigung empfohlen wird, nicht aber zur Diagnose einer Alzheimer-Demenz. Die Forschung sollte daher den Fokus auf die Kombination mehrerer Biomarker legen statt auf einen einzigen Marker, so die Autoren.

Quelle: Lombardi G et al. Cochrane Database Syst Rev 2020; 3: CD009628; DOI: 10.1002/14651858.CD009628.pub2


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