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Intensives Training in den Wechseljahren hilft nur mäßig

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Ein kurzzeitiges, hochintensives Kraft- und Ausdauertraining garantiert keine Verbesserung kardiometabolischer Parameter. Ein kurzzeitiges, hochintensives Kraft- und Ausdauertraining garantiert keine Verbesserung kardiometabolischer Parameter. © iStock/AnnaStills
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Kann man in den Wechseljahren mit kurzem intensivem Kraft- und Ausdauertraining besser fit bleiben? Gegenüber normaler, einmal wöchentlicher Gymnastik scheint der Unterschied zumindest nicht allzu groß auszufallen

In den Wechseljahren möchten viele Frauen ihre kardiometabolische Gesundheit mit Sport stärken. Die Frage ist nur, womit am besten? Ein kurzes intensives Training enttäuschte in einer randomisierten Studie. Teilgenommen hatten 54 Frauen, die sich seit ein bis fünf Jahren in der Menopause befanden.

Dreimal die Woche Aerobic plus Krafttraining getestet

Die Therapiegruppe absolvierte nach einer initialen Konditionierungsphase dreimal in der Woche 20 Minuten Aerobic-Übungen plus progressives Krafttraining für alle größeren Muskelgruppen. Das Kontrollkollektiv begnügte sich mit einer einmal wöchentlichen Mobilitäts- und Flexibilitätsgymnastik. Die Ausgangswerte der Teilnehmerinnen für Taillenumfang, Blutdruck, Glukose und Lipide lagen mehrheitlich im Normbereich.

Nach vierwöchiger Konditionierung und zwölfwöchigem intensivem Training zeigten sich moderate Verbesserungen im metabolischen Score (Triglyzeride ausgenommen). Eine Signifikanz wurde aber knapp nicht erreicht, schreiben Michael Hettchen, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, und Kollegen. Ein kurzzeitiges, hochintensives Kraft- und Ausdauertraining garantiert somit keine Verbesserung kardiometabolischer Parameter. Möglicherweise lassen sich allerdings mit einer mittel- bis langfristigen Anwendung bessere Ergebnisse erzielen.

Quelle: Hettchen M et al. Dtsch Z Sportmed 2021; 72: 28-35; DOI: 10.5960/dzsm.2020.449

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