Nicht nur Gluten kann Zotten schrotten

Autor: Michael Brendler

Beim M. Whipple infiltrieren Makrophagen die Lamina propria, um das Bakterium Tropheryma whipplei aufzunehmen und zu verdauen. Die Schleimhaut verfärbt sich blassgelb. © wikimedia/nephron, Albertinen-Krankenhaus Hamburg/endoskopiebilder.de

Die Sprue ist die mit Abstand häufigste Dünndarmerkrankung mit Zottenatrophie. Aber hinter dem klassischen klinischen Bild mit Malabsorption und Diarrhö verstecken sich manchmal noch gefährlichere Leiden, die man keinesfalls übersehen darf.

Als Autoimmunkrankheit hat die Zöliakie ein relativ eindeutiges Kennzeichen: Bei entsprechendem Verdacht ist als erste Maßnahme ein Test auf IgA-Anti-Transglutaminase-Antikörper angezeigt, schreiben Dr. Claire Jansson-Knodell und ihre Kollegen von der Mayo Klinik in Ro­chester. Fällt die Serologie positiv aus, folgt eine Endoskopie mit Entnahme mehrerer Biopsien aus dem Bulbus duodeni und dem distalen Zwölffingerdarm.

Auch bei einem negativen Antikörpertest wird die Entnahme von Gewebeproben empfohlen – zumindest bei hochverdächtigem Beschwerdebild. Denn in 5–10 % der Fälle ist die Zöliakie seronegativ, das heißt, nur in der Biopsie zu erkennen.

Tropische Sprue lässt den Darm laut...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.