Rückfällige wieder ins Trockene bringen - Ein Rezidiv ist bei Alkoholsucht keine Katastrophe, vielmehr eine Chance

Autor: Friederike Klein

Motivation und lückenlose Betreuung sind wichtige Maßnahmen zur Vermeidung eines Rückfalls. © istockphoto/Ivan-balvan

Wird ein trockener Alkoholkranker rückfällig und wendet er sich an seinen Arzt, braucht er nicht Vorwürfe, sondern Optimismus. Der ist durchaus begründet. Schließlich ist der Patient wiedergekommen und es lässt sich an die positiven Erfahrungen mit der Abstinenz anknüpfen.

Akute Ausbrüche gehören bei chronischen Erkrankungen dazu. Aber was man bei Diabetes, chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung oder Asthma akzeptiert, wird bei Alkoholkranken eher als Versagen des Patienten gewertet. Dabei bahnten sich im Gehirn über Jahre hinweg Stoffwechselwege, die als Suchtgedächtnis nicht komplett reversibel sind. Schuldzuschreibungen helfen nicht weiter, stattdessen sollten Motivation, Zuversicht und Geduld auf dem Plan stehen, wenn Patienten mit einem Rückfall in die Praxis kommen, erläuterte der suchtmedizinisch tätige Internist und Hausarzt Dr. Volker Nüstedt aus Oldenburg.

Er empfahl, den Patienten ausdrücklich dafür zu loben, dass er den Weg zurück in die Praxis...

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