Ovarialkarzinom

Definition

Das Ovarialkarzinom ist ein maligner Tumor des Ovars (Eierstocks). Neben dem Gebärmutter- bzw. Gebärmutterhalskrebs ist er der zweithäufigste bösartige Genitaltumor der Frau. Das Ovarialkarzinom ist nach wie vor in vielen Fällen mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden. Wegen fehlender Frühsymptome wird der Tumor häufig erst im Spätstadium entdeckt. 

ICD10-Code: C56

Symptomatik

Folgende Symptome sollten insbesondere bei Frauen ab 50 den Verdacht auf ein Ovarialkarzinom wecken und vor allem bei wiederholtem Auftreten abgeklärt werden: 

  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Unklare abdominelle Schmerzen oder Beschwerden
  • Zunahme der Miktionsfrequenz
Untersuchung

Bei Patientinnen mit Verdacht auf Ovarialkarzinom ist eine gynäkologische Untersuchung einschließlich transvaginaler Sonographie indiziert. 

Ausbreitungsdiagnostik: Apparative Untersuchungen können das operative Staging beim Ovarialkarzinom nicht ersetzen.

Mit einer neuen Screeningmethode lassen sich Ovarialtumoren hoch spezifisch schon in frühen Stadien aufspüren. Dabei wird der altbekannte Tumormarker...

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Bildgebung
© wikipedia.org/Ed Uthman, MD, CC BY 2.0
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© wikipedia.org/KGH, CC BY 3.0
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Labor

In der Früherkennung vermochte ein Screening mit dem Tumormarker CA-125 und transvaginaIer Sonographie die Mortalität nicht zu reduzieren. Es sollte deshalb auch in Risikogruppen nicht durchgeführt werden. Für besonders gefährdete Patientinnen wird eine multidisziplinäre Beratung und genetische Testung empfohlen.

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Differenzialdiagnostik

Benigne Ovarialtumoren, Ovarialzysten, Ovarialabszesse, Appendizitis, Extrauteringravidität 

Die Ursachen der Endometriose sind bis heute nicht geklärt. Auch wenn Medikamente die Symptome lindern können, gilt die chirurgische Herdsanierung...

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Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Die meisten Patientinnen profitieren von einer postoperativen Chemotherapie, vorzugsweise mit platinhaltigen Regimes, denn das Ovarialkarzinom ist chemosensibel. Die Strahlentherapie spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Bei einem Rezidiv bietet sich eine erneute Chemotherapie an, die dann zum Beispiel mit dem Angiogenese-Hemmer Bevacizumab kombiniert werden kann, um die Tumorlast zu verringern. 

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Viele Tumorpatienten wünschen sich unterstützende Therapien. Was kann die Mistel hier leisten, und wie wird sie eingesetzt?

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Invasive und Interventionelle Therapie

Das Ovarialkarzinom sollte - wenn möglich - operativ behandelt werden, in der Regel mittels beidseitiger Adnexektomie und Hysterektomie sowie infrakolischer Omentektomie und Lymphadenektomie. Ziel ist die möglichst vollständige Entfernung des Tumors einschließlich  befallener Nachbarstrukturen. Denn die Prognose der Patientin hängt entscheidend von der Größe des Tumorrests ab.

Bei unilateralem, auf Ovar oder Tube beschränktem Tumor (FIGO I) ist eine fertilitätserhaltende Operation (einseitige Ovarektomie ohne Hysterektomie) möglich, wenn auch mit einem erhöhtem Risiko verbunden. 

Zu niedriges Testosteron mindert Lubrikation und Orgasmusfähigkeit. Viele Patientinnen empfinden Scham und Schmerzen. Welchen Ausweg gibt es?

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Auch beim Ovarial­karzinom hat die zielgerichtete Therapie Einzug gehalten: Beim BRCA-mutierten rezidivierten Eierstockkrebs haben mittlerweile zwei...

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Prävention

Bei Patientinnen mit BRCA1/2-Mutation ist die prophylaktische Operation (bilaterale Salpingo-ovarektomie) die effektivste Methode, um das Erkrankungsrisiko und die Mortalität am hereditären Ovarialkarzinom zu senken. 

Bei einer Bruskrebs-Genmutation wird zur Entfernung von Eierstöcken und Eileitern geraten. Dies erhöht auch das Überleben der Patientinnen.

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Angst vor Krebs und Thrombose schreckt Frauen vom Gebrauch der Pille ab. Dabei schützt das Hormon-Kontrazeptivum selbst familiär Belastete vor Krebs.

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Leitlinien

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG):
Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren

Forschung

Die frühe (Rezidiv-)Diagnose von schwierig zu behandelnden Tumoren wie dem Ovarialkarzinom ist nach wie vor eine Herausforderung. Speziell...

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