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Akupunktur lindert Neuropathien

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Schmerzen aufgrund einer Chemotherapie können durch Akupunktur gemindert werden. Schmerzen aufgrund einer Chemotherapie können durch Akupunktur gemindert werden. © iStock/belchonock
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Entwickeln Krebspatienten durch die Chemotherapie eine periphere Neuropathie, können Sie ihnen mit einer Akupunktur womöglich helfen. Die Nadelbehandlung reduziert den Schmerz und das Kribbelgefühl.

Leiden Krebspatienten nach der Chemotherapie unter neuropathischen Beschwerden, könnte sich ein Versuch mit Akupunktur lohnen, wie eine placebokontrollierte Studie zeigt.

75 Patienten mit soliden Tumoren (v.a. Brustkrebs und kolorektale Karzinome), die nach einer mindestens dreimonatigen Chemotherapie eine mittelschwere bis schwere Neuropathie entwickelt hatten, wurden auf drei Therapiearme randomisiert: echte Akupunktur, Scheinakupunktur und herkömmliche Behandlung (Placebo). Primärer Endpunkt war die Symptomstärke in Woche 8, gemessen mit einer numerischen Rating-Skala (0–10).

Unter Akupunktur kam es zu einem signifikanten Rückgang von Schmerz, Kribbeln und Taubheitsgefühl, berichten Kollegen aus New York. Der Schmerz verringerte sich durchschnittlich um 1,75 Punkte. Mit der Scheinakupunktur ging er dagegen nur um 0,91 Punkte zurück. Am schlechtesten schnitt die herkömmliche Therapie ab (-0,19).

Noch deutlicher fiel der Unterschied nach zwölf Wochen Follow-up aus: Die echte Akupunktur erreichte eine mittlere Reduktion um -1,74 Punkte, die Scheinbehandlung schaffte nur -0,34 Punkte.

Quelle: Bao T et al. JAMA Netw Open 2020; 3: e200681; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2020.0681

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