Bei Bluthusten die Antikoagulation immer absetzen?

Autor: Manuela Arand

Nicht immer kann man die Antikoagulation bei blutigem Husten ausklingen lassen. © iStock/Osobystist

Hustet ein Patient unter oraler Antikoagulation Blut, neigt man dazu, die Behandlung sofort und ein für alle Mal zu beenden. Allerdings erfolgt die Gerinnungshemmung aus gutem Grund. Ob die Therapie tatsächlich enden oder nur pausieren muss, hängt davon ab, was hinter den Hämoptysen steckt.

Wie oft es unter oralen Antikoagulanzien (OAK) zu Lungenblutungen kommt, ist schwer zu sagen. „In der Literatur finden sich im Wesentlichen Fallberichte“, erklärte Privatdozent Dr. Matthias Held von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Pneumolgie & Beatmungsmedizin am KWM Klinikum Würzburg Mitte. Systematisch erfasst wurde diese Komplikation ohnehin nur für die nicht-Vitamin-K-antagonistischen oralen Antikoagu­­lanzien (NOAK).

Als die Vitamin-K-Antagonisten (VKA) zugelassen worden sind, waren die Anforderungen an Zulassungsstudien bei Weitem nicht so streng wie heute. Insgesamt gebe es aber nur eine mehr oder minder schwammige Datenlage (siehe Kas­ten), kritisierte der Kollege. Was...

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