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Coronaimpfung für Diabetiker: Je nach HbA1c priorisiert immunisieren

Autor: Maria Fett

Adipositas, Hypertonie, chronische Organ-, Gefäß-, Autoimmun- und neurologische Erkrankungen, sowie Diabetes erhöhen die Gefahr für schwere Verläufe. Adipositas, Hypertonie, chronische Organ-, Gefäß-, Autoimmun- und neurologische Erkrankungen, sowie Diabetes erhöhen die Gefahr für schwere Verläufe. © iStock/scaliger
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Aufgrund ihres erhöhtes Risikos für schwere COVID-19-Verläufe sollen Personen mit Diabetes priorisiert geimpft werden. Welche Kriterien sollen Ärzte bei der Einteilung in Priorisierungsgruppen anlegen?

Adipositas, Hypertonie, chronische Organ-, Gefäß-, Autoimmun- und neurologische Erkrankungen – und nicht zuletzt: Diabetes. Abgesehen vom höheren Alter sind es im Wesentlichen diese Faktoren, die die Gefahr für schwere COVID-19-Verläufe massiv erhöhen. Bereits Ende letzten Jahres hatte sich die Deutsche Gesellschaft für Diabetes positioniert. Demnach sollen Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Dia­betes priorisiert ein Impfangebot erhalten.

Ab einem Wert von 7,5 % in Gruppe 2 einordnen

Auf Nachfrage konkretisierte Professor Dr. Stephan­ Martin­ vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum die Empfehlungen: Personen mit einem HbA1c von ≥ 7,5 % (≥ 58 mmol/mol) seien in die Risikogruppe 2 einzuordnen, gut eingestellte Patienten mit Diabetes in Risikogruppe 3, „da häufig noch andere Risikofaktoren wie ein hoher BMI über 30 kg/m2, Bluthochdruck oder Gefäßkomplikationen bestehen“. Hausärzte sollten ihre Patienten unbedingt dazu ermutigen, einen Impftermin wahrzunehmen, betonte Prof. ­Martin. „Es kursiert so viel Unsinn über Impfrisiken, den Betroffene nur schwer allein einordnen können.“

Quelle: 16. Diabetologie-Update-Seminar


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