Dravet-Syndrom: Alter Appetitzügler in neuer Mission reduziert epileptische Anfälle

Autor: Maria Weiß

Das Dravet-Syndrom löst bereits im ersten Lebensjahr Krampfanfälle aus. (Agenturfoto) Das Dravet-Syndrom löst bereits im ersten Lebensjahr Krampfanfälle aus. (Agenturfoto) © Tobilander – stock.adobe.com

Hinter der Behandlung des genetisch bedingten Dravet-Syndroms stehen nach wie vor viele Fragezeichen. Bis heute fehlt eine sicher wirksame Therapie, um die häufigen Krampfanfälle zu vermeiden. Einen kleinen Hoffnungsschimmer liefert offenbar Fenfluramin.

Das Dravet-Syndrom ist eine therapierefraktäre epileptische Enzephalopathie, bei der bereits im ers­ten Lebensjahr generalisierte oder einseitige Krampfanfälle auftreten. Etwa 45 % der Betroffenen erleiden mehr als drei tonisch-klonische Anfälle pro Monat trotz antiepileptischer Kombinationstherapie. Dabei kommt es gehäuft zu Status epilepticus und plötzlichen Todesfällen (SUDEP).

Schon seit den 1980er-Jahren ist bekannt, dass das Amphetaminderivat Fenfluramin antiepileptische Eigenschaften hat. Damals sprachen kleine Fallserien und Beobachtungsstudien für einen Nutzen bei Kindern mit photosensitiver Epilepsie. Zugelassen wurde es jedoch in den 1990ern als Appetitzügler für übergewichtige...

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