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Ovarialkarzinom Eierstockkrebs-Früherkennung rettet keine Leben

Autor: Dr. Judith Lorenz

Ein Ovarialkarzinom kann lange unbemerkt bleiben, echte Frühsymptome gibt es nicht. Folglich wird es oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Ein Ovarialkarzinom kann lange unbemerkt bleiben, echte Frühsymptome gibt es nicht. Folglich wird es oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. © iStock/fruttipics
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Mit verschiedenen Screeninguntersuchungen soll ein Ovarialkarzinom beizeiten erkannt werden. Was aber bringt das wirklich?

Ein Ovarialkarzinom kann lange unbemerkt bleiben, echte Frühsymptome gibt es nicht. Folglich wird es oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Daten der UKCTOCS-Studie aus Großbritannien zeigen nun, dass ein Screening zwar zu einer früheren Diagnose der Erkrankung führt, am Sterberisiko aber nichts zu ändern vermag.

An der Studie nahmen mehr als 202.500 postmenopausale Frauen im Alter zwischen 50 und 74 Jahren teil. 50 % blieben ohne jegliches Ovarialkarzinomscreening, ein Viertel der Teilnehmerinnen wurde Jahr für Jahr mittels Vaginalsonographie untersucht. Die übrigen bekamen ein multimodales Screening mit jährlicher Bestimmung des Tumormarkers CA125 im Serum, gegebenenfalls gefolgt von einer Ultraschalluntersuchung.

Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 16 Jahren hatte jeweils 1 % der Frauen aller drei Gruppen ein Tuben- oder Ovarialkarzinom entwickelt. Je 0,6 % waren in der Folge gestorben.

Quelle: Menon U et al. Lancet 2021; 5: 2182-2193; DOI: 10.1016/S0140-6736(21)00731-5

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