Lungenkrebs durch ACE-Hemmer?

Autor: Dr. Judith Lorenz

Mit zunehmender Einnahmedauer steigt auch das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. © wikimedia/Lange123; wikimedia/Lipothymia

Patienten, die über lange Zeit ACE-Hemmer einnehmen, haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Lungenkarzinome. Zu diesem Schluss kommen kanadische Wissenschaftler nach Auswertung umfangreicher Daten.

ACE-Hemmer stehen schon länger im Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen, berichten Dr. Blánaid Hicks vom Centre for Clinical Epidemiology am Jewish General Hospital in Montreal und Kollegen. Da diese Antihypertensiva nachweislich zu einer Akkumulation von Bradykinin und Substanz P im Lungengewebe führen – beide Mediatoren begünstigen die Proliferation von Tumorzellen – stellt sich die Frage, ob mit ACE-Hemmern behandelte Patienten häufiger an Lungenkrebs erkranken.

Um dies zu klären, werteten die Kollegen die Behandlungsdaten von nahezu einer Million Briten aus, die zwischen 1995 und 2015 erstmals auf ein Antihypertensivum eingestellt worden waren. Etwa 335 000 Personen hatten einen...

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