Medikamentensucht: Opioide erfolgreich ausschleichen

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Die Kriterien einer Opioid-Abhängigkeit sind erst erfüllt, wenn neben den körperlichen Symptomen auch psychische Phänomene auftreten. Die Kriterien einer Opioid-Abhängigkeit sind erst erfüllt, wenn neben den körperlichen Symptomen auch psychische Phänomene auftreten. © iStock/Matthew Lloyd

Die Schmerztherapie mit Opioiden mündet nicht selten in eine Abhängigkeit. Hierzulande sind schätzungsweise 600 000 Menschen betroffen. Ist ein Absetzen der Substanzen möglich, kann dies in vielen Fällen ambulant erfolgen. Worauf man dabei achten muss, wird in einer neuen Leitlinie erklärt.

Vor allem jüngere Patienten zwischen 20 und 40 Jahren, Männer sowie Personen mit psychischen Komorbiditäten laufen Gefahr, von den ihnen verschriebenen Opioiden abhängig zu werden. Auch wer gleichzeitig Tranquilizer oder hohe Tagesdosen von mehr als 120 mg Morphin­äquivalent nimmt, trägt ein erhöhtes Abhängigkeitsrisiko. Gleiches gilt bei positiver Familienanamnese, heißt es in der neuen S3-Leitlinie der DGPPN­* und der DG-Sucht** zu medikamentenbezogenen Störungen. Diese Faktoren gilt es, vor Ansetzen entsprechender Präparate zu beachten. Patienten mit vorbekanntem Abusus (z.B. Alkohol) sollten möglichst keine Opioide erhalten.

Auf Verhaltensweisen achten, die für Abhängigkeit sprechen

...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an online@medical-tribune.de.