Plattenepithelkarzinom durch jahrelanges Bemalen von Porzellan

Autor: Dr. Alexandra Bischoff

Die arsenhaltige Farbe des Porzellans verursachte erst im Ruhestand den Hautkrebs. © fotolia/shooting88

Für ihre jahrzehntelange Arbeit in der Porzellan­industrie erhielt eine Rentnerin nun die Quittung: Hautkrebs. Wahrscheinlich eine Folge von Arsenkobalt, das für blaue Farben verwendet wird. Eine erhöhte Arsenexposition am Arbeitsplatz betrifft aber auch zahlreiche andere Berufe.

Vor zehn Jahren hatte die 78-Jährige ein kleines Knötchen am linken Handrücken bemerkt, das insbesondere in den vergangenen zwei Monaten deutlich an Größe zugenommen hatte. Daraufhin stellte sie sich in der Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie, Helios Vogtland-Klinikum Plauen, vor.

Die Frau hatte zwischen 1955 und 1990 als Malerin in der Porzellanindustrie überwiegend mit kobalthaltigen blauen Farben gearbeitet – meist ohne dabei Handschuhe zu tragen. Die 3,5 cm große Hautveränderung entpuppte sich als Plattenepithelkarzinom, das höchstwahrscheinlich Folge der langjährigen ungeschützten Arbeit mit arsenhaltigen Kobalt-Porzellanfarben war.

Risiko für Basalzellkarzinome und M....

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