Serotonin-Wieder­aufnahmehemmer erhöhen wohl die Gefahr für Gehirnblutungen

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Nach der neuen Studie können Antidepressiva zu einem vermehrten Auftreten zerebraler Blutungen führen. Nach der neuen Studie können Antidepressiva zu einem vermehrten Auftreten zerebraler Blutungen führen. © iStock/fizkes

Bei oral antikoagulierten Patienten sollte man die Indikation für eine antidepressive Therapie kritisch abwägen. Denn Medikamente, die die Serotonin-Wiederaufnahme hemmen, steigern möglicherweise das Risiko für Hirnblutungen.

Schon länger ist bekannt, dass unter der Medikation mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor, SSRI) vermehrt gastrointestinale Hämorrhagien auftreten. Fraglich blieb bisher jedoch, ob eine solche Gefahr auch für zerebrale Blutungen besteht. Um diese Frage zu klären, werteten Johanna­ Dirkwinkel­ und der Psychiater Professor Dr. Tom­ Bschor­ aus Berlin aktuelle Übersichtsarbeiten und Fallkontrollstudien aus. Beteiligt waren mehr als 2,1 Mio. Patienten, die ein Antidepressivum neu verschrieben bekommen hatten.

Verglichen mit trizyklischen Antidepressiva war sowohl die Einnahme von SSRI als auch von...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an online@medical-tribune.de.