Unsichere COPD-Diagnostik: GOLD und Spirometrie können in die Irre führen

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Ein Tiffeneau-Grenzwert von 0,7 führt gerade bei Älteren zu Fehldiagnosen. © iStock/magicmine

Die neuen GOLD-Empfehlungen zur chronisch ob­struktiven Lungenerkrankung sollen die individuelle Therapie erleichtern. Tatsächlich werden aber geschlechts- und altersabhängige Unterschiede vernachlässigt, kritisieren zwei Kollegen.

Grundlage für die Diagnose einer COPD ist der Nachweis einer nicht vollständig reversiblen obstruktiven Ventilationsstörung. Gemäß den GOLD-Empfehlungen ist dann von der Erkrankung auszugehen, wenn der Tiffeneau-Index, d.h. der Quotient aus FEV1 und FVC, weniger als 0,7 beträgt.

Dieser fixe Grenzwert hat keine wissenschaftliche Grundlage und er führt gerade bei älteren Patienten leicht zu Fehldiagnosen, monieren Professor Dr. Wolfram Windisch, Lungenklinik Merheim, Köln, und Professor Dr. Carl-Peter Criée, Bovenden-Lenglern. Sie fordern, sich besser auf die Referenzwerte der European Respiratory Society bzw. deren Global Lung Function Initiative (GLI) zu stützen. Diese wurden auf der...

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