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E-Zigaretten Unter Dampf zum Diabetes

Autor: Prof. Dr. Lutz Heinemann

Problematisch ist, dass vor allem in der jüngeren Population E-Zigaretten immer beliebter werden. Problematisch ist, dass vor allem in der jüngeren Population E-Zigaretten immer beliebter werden. © iStock/danchooalex
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E-Zigaretten werden oft als „gesündere Alternative“ zur Tabakzigarette angepriesen. Aber ist das wirklich so?

Wer E-Zigaretten dampft, erhöht sein Risiko für einen Prädiabetes. Das haben Prof. Dr. Zhenyu Zhang von der Peking University Scool of Public Health und Kollegen bei der Auswertung von Daten des US-amerikanischen Behavioral Risk Factor Surveillance Systems aus den Jahren 2016 bis 2018 herausgefunden. Das Risiko sei dem normaler Zigaretten ähnlich.

Unter den befragten E-Zigaretten-Nutzern berichteten 9 % von einer vorangegangenen Prädiabetesdiagnose. Bei den Tabakzigarettenrauchern waren es 13,4 %. Im Vergleich zu Teilnehmern, die niemals E-Zigaretten genutzt hatten, lag das Risiko für ehemalige Konsumenten um 12 % höher, einen Prädiabetes zu entwickeln, für die aktuellen User war es um 22 % größer. Der Anstieg unterschied sich bei täglichem und gelegentlichem Gebrauch mit 25 % und 19 % kaum. Wenn man die Vergleichsgruppe auf Nichtraucher einschränkte, lag die Wahrscheinlichkeit sogar 54 % höher für aktuelle E-Raucher und 14 % höher für die Mischkonsumenten.

Die retrospektive Studie schloss die Angaben von 600.046 Teilnehmern über 18 ein, deren Blutzuckerwerte in den letzten drei Jahren bestimmt worden waren. Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma, COPD, Herzleiden, Depression und Krebs hatte man von der Erhebung ausgeschlossen. Problematisch ist, dass vor allem in der jüngeren Population E-Zigaretten immer beliebter werden, warnen die Forscher.

Quelle: Zhang Z et al. Am J Prev Med 2022; DOI: 10.1016/j.amepre.2021.12.009

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