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Multiple Sklerose Was Trainingsprogramme bringen

Autor: Elke Engels

Ein Trainingsprogramm im Rahmen einer kognitiven Rehabilitation kann die Gedächtnisleistung bei Patienten mit Multipler Sklerose verbessern. Ein Trainingsprogramm im Rahmen einer kognitiven Rehabilitation kann die Gedächtnisleistung bei Patienten mit Multipler Sklerose verbessern. © burdun – stock.adobe.com
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Viele MS-Patienten leiden unter Gedächtnisstörungen. Gezielte Trainingsprogramme können dabei helfen, die Leistungen zu bessern, zumindest in einigen Teilbereichen.

Viele Patienten mit Multipler Sklerose leiden unter Funktionsstörungen der kognitiven Fähigkeiten, insbesondere in Bezug auf das Gedächtnis. Diese Störungen können Alltagsaktivitäten, Selbstständigkeit und Lebensqualität beeinträchtigen. Kollegen aus Nottingham ging nun der Frage nach, was Schulungstechniken dagegen ausrichten können.

Leichte Besserung in einigen Punkten

Dazu werteten sie 44 Studien mit 2.714 Teilnehmern aus. Die Interventionsgruppen erhielten eine kognitive Rehabilitation mit Tools für Gedächtnishilfen und -techniken, teilweise computergestützt. Die Kontrollgruppen bekamen u.a. unspezifische kognitive Schulungen, Aufmerksamkeits- oder visuell-räumliches Training oder gar keine Anwendungen. 

Die Zwischenergebnisse nach ein bis sechs Monaten ergaben, dass das subjektive Gedächtnis sowie die Lebensqualität in der Gedächtnisrehagruppe leicht verbessert werden konnten. Ähnlich geringe Unterschiede fanden sich für das verbale Gedächtnis und die Informationsverarbeitung. In Bezug auf visuelles Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis oder Aktivitäten im Alltag ließ sich kein oder nur ein sehr geringfügiger positiver Einfluss beobachten.

Quelle: Taylor LA et al. Cochr. Database of Syst Rev 2021; DOI: 10.1002/14651858.CD008754.pub4

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