Typ-1-Diabetes

Definition

Beim Typ-1-Diabetes kommt es  zu einer fortschreitenden Zerstörung der pankreatischen Inselzellen, dieses Defizit wird meist durch den deletären Einfluss von Autoantikörpern ausgelöst, kann aber auch ohne fassbare Ursache (idiopathisch) entstehen. Die Folge ist ein ausgeprägter Insulinmangel, der therapeutisch ausgeglichen werden muss. Der Typ-1-Diabetes manifestiert sich meist im Kindes-, Jugend oder frühem Erwachsenenalter.  Eine Ausnahme bildet der LADA (latent autoimmune diabetes of the adults), der anfangs nicht insulinpflichtig ist und deswegen leicht mit einem Typ-2-Diabetes verwechselt wird. 

Symptomatik

Aufgrund der akuten Stoffwechselentgleisung entwickeln sich die Symptome (z.B. Harndrang, Durst, Müdigkeit) bei Patienten mit Typ-1-Diabetes relativ rasch, was die Diagnose erheblich beschleunigt.   

Juckreiz in der Scheidenregion kann auf einen unerkannten Typ-1-Diabetes hinweisen. Rechtzeitige Diagnostik kann Entgleisungen verhindern.

mehr

Die meisten Patienten mit Typ-1-Diabetes erleben zwei bis drei Hypoglykämien pro Woche. Gefährlich wird dies, wenn der Körper keine Symptome zeigt....

mehr
Untersuchung

Die Abklärung des Diabetes-Verdachts erfolgt anhand der Messung von Blutglukose und HbA1c-Wert, bei Bedarf ergänzt durch einen oralen Glukosetoleranztest.

Labor

Fest steht die Diabetesdiagnose bei einer Nüchternglukose  ≥126 mg/dl, auch bei einem Gelegenheitsblutzucker ≥200 mg/dl besteht eindeutig ein Diabetes, ebenso bei einem HbA1c-Wert ≥6,5 %. Für den oGTT mit 75 g Glukose ist ein Blutzuckerwert ≥200 mg/dl nach zwei Stunden beweisend. 

Lassen sich bei Kindern multiple Antikörper gegen Inselbestandteile nachweisen, werden sie an einem Typ-1-Diabetes erkranken. Aber wann?

mehr

Bei Migranten und Senioren ist auf den HbA1c-Wert womöglich kein Verlass. Ist der Glukosewert aussagekräftiger?

mehr
Differenzialdiagnostik

Der Typ-1-Diabetes manifestiert sich meist in Kindheit, Jugend oder frühem Erwachsenenalter, bei früh auftretendem Typ-2-Diabetes ist evtl. eine Verwechslung möglich. Außerdem können  komorbide Ess-Störungen die Einstellung des Typ-1-Diabetes erheblich erschweren.  

Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Im Zentrum der Therapie steht bei Patienten mit Typ-1-Diabetes der möglichst physiologische Ausgleich des Hormonmangels durch eine intensivierte Insulintherapie (ICT). Alternativ kommt auch eine subkutane Infusionstherapie mit einer Insulinpumpe infrage.

Eine normnahe Glukoseeinstellung beim Typ-1-Diabetes kann langfristig die Entwicklung kardiovaskulärer Komplikationen verhindern. Um dieses Ziel zu...

mehr

Täglich mehrmals Insulin spritzen oder Insulinpumpe tragen? Typ-1-Diabetiker, die mit einer Insulinpumpe versorgt sind, haben eine deutlich geringere...

mehr

Junge Typ-1-Diabetiker will man vor Komplikationen und Folgeerkrankungen der Stoffwechselstörung bewahren: Welche Therapiestrategien gibt es dafür...

mehr

Patienten profitieren von der frühen, intensiven Diabetestherapie noch Jahrzehnte später: Sie entwickeln deutlich seltener vaskuläre Komplikationen.

mehr
Invasive und Interventionelle Therapie

Für Patienten mit Typ-1-Diabetes, die aufgrund einer Nephropathie dialysepflichtig werden, kommt eventuell eine kombinierte Transplantation von Niere und Pankreas infrage. Alternativ ist auch eine Verpflanzung von Pankreas-Inselzellen möglich.   

Prävention

Einen Impfung gegen den Typ-1-Diabetes wird zurzeit erforscht, sie soll die Bildung von Antikörpern gegen Insulin verhindern. 

Typ-1-Diabetes kann durch bestimmte Bakterien verhindert werden. Darauf hin deutet eine Kohortenstudie, bei der probiotische Nahrung zwei drittel der...

mehr

Schaut man in der Verkehrsunfallstatistik nach Hauptunfallursachen, taucht der Diabetes nicht auf. Trotzdem kann es Probleme mit der Fahrtüchtigkeit...

mehr
Notfallmanagement

Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes kann der Insulinmangel zu einem ketoazidotischem Koma führen, typisch ist die Kussmaul-Atmung und der Acetongeruch in der Atemluft.  

Leitlinien

Zusammenfassungen und Links zu den aktuellen Leitlinien finden Sie hier:

Therapie des Typ-1-Diabetes

Die aktualisierte Leitlinie zur Therapie des Typ-1-Diabetes liegt vor. Der primäre Einsatz von Insulinanaloga gibt Anlass zur Diskussion.

mehr
Forschung

Das Prinzip der oralen Toleranzinduktion ist in der Allergietherapie gut etabliert. Möglicherweise eignet sich der zugrunde liegende Immuneffekt auch...

mehr

Amerikanischen Forschern ist es gelungen, aus pluripotenten Stammzellen insulinproduzierende zu kreieren. Ein Hoffnungsschimmer für Typ-1-Diabetiker?

mehr

Kinder mit Typ-1-Diabetes scheinen eine andere Darmflora zu haben. Lässt sich durch gezielte Beeinflussung die Krankheit verhindern?

mehr

Fortbildungen

18.11.2017 | 8:30 Berlin

CME Fortbildung - Allgemeinmedizin/Innere Medizin

Details Anmelden Programm
18.11.2017 | 8:30 München

CME Fortbildung - Allgemeinmedizin/Innere Medizin

Details Anmelden Programm
25.11.2017 | 8:30 Kassel

CME Fortbildung - Allgemeinmedizin/Innere Medizin

Details Anmelden Programm
Termin Fortbildung Ort
18.11.2017 | 8:30

CME Fortbildung - Allgemeinmedizin/Innere Medizin

Details Anmelden Programm
Berlin
18.11.2017 | 8:30

CME Fortbildung - Allgemeinmedizin/Innere Medizin

Details Anmelden Programm
München
25.11.2017 | 8:30

CME Fortbildung - Allgemeinmedizin/Innere Medizin

Details Anmelden Programm
Kassel
Alle Fortbildungen