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Coronavirus am Endoskop: Auch der Verdauungstrakt kann befallen sein

Autor: Kathrin Strobel

Auch im Stuhl lässt sich das Coronavirus manchmal nachweisen – es gilt also besondere Vorsicht beim Durchführen von Endoskopien. Auch im Stuhl lässt sich das Coronavirus manchmal nachweisen – es gilt also besondere Vorsicht beim Durchführen von Endoskopien. © iStock/selvanegra, BlackJack3D
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Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ist über das Endoskop möglich. Denn nicht selten ist auch der Verdauungstrakt von COVID-19 betroffen.

Die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind u.a. Husten, Fieber und Müdigkeit. In manchen Fällen treten aber auch gastrointestinale Beschwerden auf. Bis zu ein Drittel der Betroffenen leidet unter Durchfall. Außerdem kann die Leber betroffen sein, was sich in auffälligen Leberwerten bemerkbar macht. Bis zu 37 % der Infizierten weisen erhöhte Alanin-Aminotransferase-Werte auf.

Obwohl SARS-CoV-2 vor allem eine Tröpfcheninfektion zu sein scheint, lässt sich das Virus bei manchen Erkrankten auch im Stuhl nachweisen. Daher sollten Kollegen, die derzeit Endoskopien des Verdauungstrakts durchführen, sich entsprechend schützen, schreiben die Autoren um Professor Dr. Ryan C. Ungaro von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York. 

Quelle: Ungaro RC et al. Clin Gastroenterol Hepatol 2020; DOI: 10.1016/j.cgh.2020.03.020

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