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PCOS Ein Risikofaktor für Herz- und Hirninfarkte?

Autor: Sabine Mattes

Forscher brachten PCOS nun in Verbindung mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Forscher brachten PCOS nun in Verbindung mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für schwere kardiovaskuläre Ereignisse. © iStock/Photoboyko
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Bei Polyzystischem Ovarialsyndrom bleibt oftmals nicht nur der Kinderwunsch unerfüllt, auch das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse ist erhöht.

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) gilt als die häufigste hormonelle Störung bei jungen Frauen. Charakteristische Symptome sind unregelmäßige Menses, Hyperandrogenismus und Unfruchtbarkeit. Britische Forscher brachten die Erkrankung nun in Verbindung mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für schwere kardiovaskuläre Ereignisse, darunter Myokardinfarkt und Schlaganfall.

Die Diagnose PCOS ließ das diesbezügliche Risiko der rund 175.000 Studienteilnehmerinnen im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe um 26 % steigen. Dabei betrug die Hazard Ratio für einen Herzinfarkt 1,4, die für Angina sogar 1,6. Eine Revaskularisierung benötigen die PCOS-Patientinnen etwa doppelt so oft. Als wesentliche Einflussfaktoren erwiesen sich Gewicht und Typ-2-Diabetes. Pro Kilogramm Körpergewicht stieg das kombinierte Risiko aller Ereignisse um 1 %.

Quelle: Berni TR et al. J Clin Endocrinol Metabol 2021; 106: e3369-e3380; DOI: 10.1210/clinem/dgab392

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