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Hunde erschnüffeln Malaria

Autor: Dr. Susanne Gallus

Die Tiere erkannten 70 % der erkrankten Kinder am Sockengeruch. Die Tiere erkannten 70 % der erkrankten Kinder am Sockengeruch. © iStock/cpjanes
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Im globalen Kampf gegen Malaria bekommen die Ärzte vielleicht bald tierische Unterstützung. Sockenschuss? Von wegen, denn speziell trainierte Hunde konnten die Plasmodien über Strümpfe erschnüffeln.

Für einen Malaria-Schnelltest mal kurz den Hund an den Füßen schnuppern lassen? Wenn es nach dem Insektenforscher Professor Dr. Steve W. Lindsay von der Durham University geht, ist eine solche olfaktorische Fußkontrolle durchaus vorstellbar. Er und sein Team zeigten in einem Experiment, dass Hunde nach einen Spezialtraining den durch Malaria-Erreger veränderten Körpergeruch wahrnehmen können.

Testobjekte waren die Socken von 600 gambischen Schulkindern. Die Wissenschaftler hatten durch eine zuvor durchgeführte generelle Gesundheitsuntersuchung genaue Kenntnis über den Gesundheitszustand jedes Kindes. Über Nacht getragen, wurden die Socken gesammelt und nach Großbritannien verschifft, um dort im Gefrierschrank auf die „Untersuchung“ zu warten. Malariakranke Kinder mit Fieber wurden ausgeschlossen.

Nach einem ausführlichen Training war es den Hunden im doppelblinden Test möglich, mit einer Treffsicherheit von 70 % den Befall mit dem Malaria-Erreger anzuzeigen. Gesunde Kinder identifizierten sie mit einer Genauigkeit von 90 %.

Quelle: Pressemitteilung – ASTMH (American Society of Tropical Medicine and Hygiene)

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