Pankreaskarzinom wird weltweit häufiger

Autor: Kathrin Strobel

Mit dem Wohlstandsbauch kommt auch das Risiko eines Bauchspeicheldrüsenkrebses. © iStock/Sopone Nawoot

Immer mehr Menschen sterben an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dabei ließe sich ein großer Teil der Erkrankungen durch Lebensstilinterventionen verhindern.

In einer Studie mit mehr als 195 Ländern haben Forscher ermittelt, wie häufig Krankheiten des Verdauungssystems auftreten. Ein Fokus ihrer Arbeit lag darin, Risikofaktoren für deren Auftreten zu identifizieren. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zeichnete sich ein drastischer Trend ab: Von 1990 bis 2017 war die Zahl der an einem Pankreaskarzinom Erkrankten um 130 % gestiegen – von 195 000 auf 448 000 Personen. Die Rate der Todesfälle stieg in gleichem Maße. Ein Teil dieser Entwicklung lässt sich durch das globale Bevölkerungswachstum und die höhere allgemeine Lebenserwartung erklären, sagen Experten. Doch auch nach Herausrechnen der Störfaktoren ergab sich eine Zunahme der Inzidenz um 12 %.

Die höchsten Raten fanden sich in Ländern mit hohem ökonomischem Status. Deshalb gehen die Autoren der Studie davon aus, dass die Zunahme vor allem auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen ist. In diesen Ländern sind Übergewicht und Diabetes besonders häufig und zählen zudem zu den Hauptrisikofaktoren für das Pankreaskarzinom.

Quelle: Pressemitteilung – United European Gastroenterology